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Kieferorthopädische Gemeinschaftspraxis
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Häufig gestellte Fragen

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Erwachsene

Der Kieferknochen behält sich zeitlebens (wie auch alle anderen Knochen) die Fähigkeit zum Knochenan- und abbau. Nur so kann ein gebrochener Knochen auch wieder zusammenwachsen. Somit ist eine erfolgreiche Behandlung auch noch bis weit ins Erwachsenenalter möglich- unsere älteste Patientin war übrigens über 60 Jahre alt. Lediglich die Lage des Oberkiefers zum Unterkiefer kann nicht mehr mit Wachstum wie im Kindesalter gesteuert werden. Welche Lösungen es für ein ästhetisches Aussehen, aber auch für eine dauerhaft stabile Lösung gibt, muss individuell in einem Therapiegespräch erörtert werden.

Gesundheit

Wir möchten, dass der Kontakt zum Hauszahnarzt nicht unterbrochen wird, da dieser Arzt des Vertrauens Ihnen meistens ein (Arbeits-)Leben erhalten bleibt. Der Hauszahnarzt überwacht zusätzlich die Zahnhygiene und den Zahnzustand und führt die Individualprophylaxe mit Fissurenversiegelungen und ggf. Füllungen durch. Das Fluoridieren sollte besonders beim Einkleben von festen Zahnspangen oder von Klebepunkten, sogenannten Attachments für Schienentherapie, ½ Jahr vor dem geplanten Termin nicht mehr vorgenommen werden!  Wir werden trotzdem den Zahnzustand im Auge behalten und fluoridieren mit unterschiedlichen lösungsmittelfreien Mitteln (z.B. Tiefenfluorid von der Firma Humanchemie) wann immer es notwendig ist

Kieferorthopädie | Behandlung

Dazu gehören die folgenden Geräte:

Funktionsregler nach Prof. Fränkel, Bionator nach Prof. Balters, elastisch offener Aktivator nach Dr. Klammt, Doppelvorschubplatte

Bei diesen Geräten wird durch die Funktion des Kausystems, und nicht durch mechanische Kräfte, die knöcherne Entwicklung im Gesichtsbereich und des Kausystems beeinflusst.

  • Bei Patienten unter 18 Jahren, bei denen die Zahn- oder Kieferfehlstellung einen bestimmten Schweregrad überschreitet, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die kieferorthopädische Behandlung zunächst zu 80% (90% beim 2. Kind).
  • Der Krankenkasseneigenanteil (20% bzw. 10% der Krankenkassenkosten) wird Ihnen von Ihrer Krankenkasse erst nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung zurückerstattet.
  • In besonders schwerwiegenden Fällen (wenn zusätzliche eine operative Versetzung des Kiefers durch einen Kieferchirurgen erfolgen muss) übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung von Erwachsenen.
  • Für Leistungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nicht vollständig erstattet werden (diese werden individuell in einem gesonderten Therapiegespräch vereinbart), können wir Ihnen eine komfortable Ratenzahlung anbieten. Dies gilt ebenfalls für gesetzlich versicherte Patienten über 18 Jahre.
  • Privatversicherte Patienten haben mit ihrer Versicherung individuell vereinbarte Verträge, von denen die Erstattung der kieferorthopädischen Leistungen abhängt – wir empfehlen den erstellten Behandlungsplan vor Behandlungsbeginn zur Genehmigung einzureichen.
  • Beihilfeberechtigte Patienten reichen den Behandlungsplan sowohl bei der Beihilfestelle als auch bei der Versicherung ein.

Röntgenstrahlen haben ionisierende Wirkung und können damit eine Reaktion im Erbgut bei einzelnen getroffenen Zellkernen hervorrufen. Jeden Tag nehmen wir radioaktive Stoffe durch Atemluft und Nahrung auf und sind ständig kosmischer und terrestrischer Strahlung z.B. bei auch bei Langstreckenflügen ausgesetzt. Deshalb müssen wir die Strahlenexposition durch medizinische Röntgenanwendungen so gering wie möglich halten, um die Gesamtstrahlenbelastung für den Patienten zu senken. Voraussetzung hierfür ist einerseits die bestmögliche Umsetzung erforderlicher Schutzmaßnahmen (z.B. Nutzung von Röntgenschürzen) und andererseits die Verwendung eines Röntgengerätes mit digitaler Röntgentechnologie. Durch die Verwendung von digitalen Sensoren, kann die Strahlenbelastung, je nach Dichte des menschlichen Gewebes, um bis zu 80%, reduziert werden. Wir haben unsere Praxis bereits im Jahr 1999 generell auf digitale Röntgendiagnostik umgestellt! Dadurch kommt es zusätzlich zu einer verbesserten Umweltbilanz, da auf die gesamte Röntgenentwicklerchemie verzichtet werden kann.

Mit Hilfe der Handröntgenaufnahme können wir eine Aussage zum Wachstumspotential im Bereich der Kiefergelenke erhalten. Dies ist immer dann von wichtigem Interesse, wenn wir noch eine Umstellung der Unterkieferlage vornehmen müssen oder ein zu starkes Wachstum in diesem Kiefer hemmen müssen.

Als kleinen Nebeneffekt können wir dann auch die voraussichtliche Körperlänge unserer Patienten berechnen.

Auch in der Kieferorthopädie wird nur dann geröntgt, wenn die Aussage, die das zu erwartende Bild haben wird, den Nutzen gegenüber der potenziellen Schädigung eindeutig übersteigt.

Wir röntgen zum Beispiel zu Beginn einer Behandlung um festzustellen, ob alle Zähne im Knochen angelegt sind und ob der Kiefer und die Zähnen gesund ist.

Eine wichtige Aufnahme, speziell in der Kieferorthopädie, ist die Fernröntgenseitenaufnahme, kurz FRS genannt, die uns besonders zu Wachstumsvorgängen und Lagebeziehungen der Kiefer im Schädel eine wichtige Aussage zur Planung der kieferorthopädischen Behandlung liefert.

Nach frühestens einem Jahr, eher 1,5 Jahren, wird eine Verlaufsdiagnostik erforderlich, bei der außer Röntgenbilder auch noch Gipsmodelle und Fotos erstellt werden, um den Fortschritt der Behandlung zu überwachen und auch die schon sichtbaren Erfolge zu dokumentieren. Die Ergebnisse der „DIA“ ( Diagnostik) werden, auch zur Motivation des Patienten und zur Informationsweiterleitung an die Eltern, in einem nachfolgenden „DIA“-Gespräch unterbreitet und erläutert.

In der Regel wird bei:

  • herausnehmbaren Spangen eine Kontrollintervall von ca. 8-14 Wochen vereinbart.
  • festsitzenden Spangen ist das Kontrollintervall kürzer und liegt zwischen 6-10 Wochen.

Die Ausbildung zum Facharzt für Kieferorthopädie beträgt nach dem Studium der Zahnmedizin noch mindestens 4 Jahre.
Dazu gehören ein Jahr allgemeinzahnärztliche Tätigkeit und mindestens 3 Jahre Kieferorthopädie in Vollzeit. Davon muss 1 Jahr an einer Universitätsklinik absolviert werden.

Mit der Facharztprüfung ist die hoch qualifizierte Ausbildung dann abgeschlossen.

Für Patienten ist die Unterscheidung zu Zahnärzten mit Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie oder zu  Zahnärzten mit Master of science Kieferorthopädie kaum möglich. Diese haben ihre Qualifikation jedoch lediglich mit einigen Wochenendkursen erlangt.

In der Regel dauert sie vier Jahre: 1-1 ½ Jahre mit loser Spange zum Schaffen des Platzes und zur Einstellung des Bisses und nach Ende des Zahnwechsels erneut 1- 1½ Jahre mit fester Zahnspange zum Beseitigen der Drehungen. Nach Entfernen der festen Spange muss mindestens für ein Jahr das wieder Festwerden der Zähne mit einer herausnehmbaren Zahnspange vom uns überwacht werden. Ein sogenannter festgeklebter Retainer im Unterkiefer kann dabei erleichternd hinzugewählt werden.

Kinder & Jugendliche

Wenn der Oberkiefer weit vor dem Unterkiefer steht, oder der Unterkiefer mit seinen Zähnen eine große Stufe zu den Oberkieferfrontzähnen entwickelt hat, sollte ein Beratungstermin vereinbart werden. Die Größe der Stufe ist ausschlaggebend, ob eine Behandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung beantragt werden darf.

Ein seitlicher Kreuzbiss oder auch ein „überkreuzter Biss“ an den Frontzähnen muss frühzeitig behandelt werden, da sich durch diese Bissform besonders der Oberkiefer nicht in seiner vollen Größe entwickeln kann. Das sieht auch der Gesetzgeber so, und hat uns für diese Zahnfehlstellung die Möglichkeit mit einer Frühbehandlung für 1,5 Jahre zu behandeln, gegeben.

Bei einem Beratungsgespräch nehmen wir uns besonders für diese Angewohnheit Zeit. Die Aufmerksamkeit die wir dem Patienten schenken, stößt schon bei den meisten den Entschluss zum Aufhören an. Und mit Hilfe von ein paar Tricks wie Pflaster oder elastischen Binden, aber auch ein Vertrag in Kombination mit einem individuellen „Lutschkalender“, kann doch einer großen Anzahl von Patientenkindern erfolgreich geholfen werden. Nur wenn das Lutschen (egal an was!) dauerhaft abgestellt worden ist, kann mit einer Behandlung begonnen werden. Die Zähne und der Knochen danken es uns.

Wenn aus Gründen von Karies oder Fistelbildung, aber auch durch Unfälle ein Milchzahn vorzeitig verloren gegangen ist, sollte zeitnah (1-2 Monate) ein Platzhalter eingesetzt werden. Es gibt herausnehmbare, mitarbeitsabhängige Platzhalter oder aber auch festsitzende Lösungen, die ohne Mitarbeit der Patienten auskommen. Damit kann dem Wandern von Nachbarzähnen in die Lücke entgegengewirkt und somit ein Platzverlust für die nachfolgenden bleibenden Zähne vermieden werden.

Eine „Frühbehandlung“ darf ausnahmsweise immer dann bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragt werden, wenn schon im Milchgebiss deutliche Abweichungen im Bereich von Oberkiefer zu Unterkiefer, wie sie zum Beispiel bei einem Kreuzbiss oder einer starken Stufenbildung, vorliegen. Auch ein zu früher Verlust von Milchbackenzähnen und ein dadurch zu erwartender Platzmangel im Seitenzahnbereich lässt diesen Antrag zu. Die „Frühbehandlung“ ist strikt auf 1,5 Jahre Behandlungszeit begrenzt. Dem steht die deutlich seltener beantragbare „Frühe Behandlung“ entgegen, die nur bei extrem starken Wachstumsveränderungen der Kieferknochen zur Anwendung kommt. Diese Behandlung ist zeitlich lange erforderlich, weil oft starken genetischen Komponenten entgegengewirkt werden muss. Die Behandlung ist zeitlich nicht reglementiert und ist bis zum Wachstumsende verlängerbar.

Kieferknochen frühzeitig zu entwickeln ist unser Hauptaugenmerk, da gerade mit der sehr sanften Funktionskieferorthopädie (FKO) mittels Doppelspangen (Funktionsregler; Bionator; elastisch offener Aktivator (EOA)) ein stabiles Platzangebot im Kiefer und vor allem die richtige orthopädische Lage der Kiefer erzielt werden kann. Nicht selten ist auch im Anschluss die Behandlungszeit mit einer festen Zahnspange zur Beseitigung von gedrehten Zähnen deutlich kürzer und im besten Fall überhaupt nicht mehr notwendig! Das Überdehnen von Kiefern, wie es oft mit Dehnplatten oder auch falsch geplanten festen Zahnspangen durchgeführt wird, muss zwangsweise zu einem Kollabieren der Zahnbögen nach Abschluss einer kieferorthopädischen Behandlung führen. Je weniger mechanisch auf den Kieferknochen eingewirkt wird, umso formstabiler wird er bleiben. Bei Patienten die wir erst spät mit allen bleibenden Zähnen zur ersten Beratung vorgestellt bekommen, ist der mechanische Weg mit festen Spangen oft nicht zu vermeiden. Dann ist das Halten des Ergebnisses mit der abschließenden Haltespange umso wichtiger und sollte lieber auch nach Abschluss der offiziellen Behandlung weiter ernstgenommen werden. Wir tun dies auch, indem wir unseren Patienten auch nach Abschluss noch überwachend zur Seite stehen. Mit Hilfe unseres Recallsystems betreuen wir unsere jungen Erwachsenen regelmäßig – bis zum 21. Lebensjahr oder dem Durchbruch der Weisheitszähne!

Spange & Retainer

Bei den klassischen „Platten“ also herausnehmbaren losen Spangen für Oberkiefer und Unterkiefer ist besonders der Gaumen mit Kunststoff bedeckt. Im vorderen Teil des Gaumens liegt aber ein wichtiges Sprachfeld, dadurch ist die Sprache oft verwaschen. Wir verwenden deshalb wo immer möglich und als Therapiemittel gewählt einen Funktionsregler (FR) oder einen elastisch offenen Aktivator (EOA) der das Sprachfeld frei von Kunststoff lässt und ein vielfach deutlicheres Sprechen ermöglicht.

Wenn es im Bereich der Frontzähne ist, dann bitte so bald wie möglich bei uns nach einem freien Sondertermin per Mail oder Telefon anfragen – wir entscheiden gelegentlich nach Rücksprache, wie schnell das Bracket wieder befestigt werden muss. Im Seitenzahnbereich ist es trotzdem wichtig in den nächsten 1-2 Wochen einen Termin zur Wiederbefestigung zu vereinbaren.

Wenn wir thermoelastische Bögen verwendet haben, die aber nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, kann sich der Patient mit kühlem Wasser tagsüber helfen, da diese Bögen die Kraftspitzen bei Abkühlung nochmals reduzieren. Wenn es beim Zubettgehen immer noch sehr stark zu Druckschmerz kommt, ist es in den ersten paar Tagen bei einigen wenigen Patienten sinnvoll, ein einfaches Schmerzmittel zum besseren Einschlafen zu geben.

In der Regel sollte das alles nach einer eher kleinen Eingewöhnungszeit möglich sein. Wenn wir ein besonderes Behandlungsgerät anwenden, bei dem das Sprechen eingeschränkt ist, weisen wir schon im Therapiegespräch besonders darauf hin!

Die Behandlungsdauer mit einer festen Spange liegt im Durchschnitt bei 1½ Jahren – länger als zwei Jahre sollte eine Ausnahmen bleiben.

Wir empfehlen die Spange mit einem speziellen Reinigungspulver (Cetron), das bis zu einer Woche als Lösung angesetzt wirkt, für mindestens eine halbe Stunde einzulegen und danach mit einer Zahnbürste zu reinigen. Von der Verwendung von „Kukis“ oder ähnlichem können wir wegen gehäuftem Drahtbruch nur abraten! Diese Mittel sind oft zu aggressiv. Die Verwendung von Zahnbürste und Spülmittel oder verdünntem Zitronenessig ist eine Alternative.

BITTE NIE in die MIKROWELLE oder den Dampfgarer ins Desinfektionsprogramm!

Auch das Auskochen führt zu irreversiblen Schrumpfungen oder Verbiegungen des Kunststoffes.

Bei manchen Patienten wurde kurz vor Eingliederung der festen Spange nochmals beim Hauszahnarzt extra fluoridiert! Dies führt zu einem schlechten Haftverbund am abgesperrten Zahnschmelz. Der Schmelz muss dann gesondert angeraut werden um den Haftverbund zu gewährleisten. Wir bitten deshalb schon ½ Jahr vor der geplanten Eingliederung einer festen Spange den Hauszahnarzt darüber zu informieren auf Fluoridierung zu verzichten. Wir fluoridieren die Zähne bei der ersten Kontrolle der festen Spange!

Durch unseren Kleber Fuji-Ortho-LC wird zusätzlich unter der Klebung Fluor abgegeben! Und ansonsten verweisen wir auf den sorgsamen Umgang mit der festen Zahnspange, bei der das Abbeißen und Durchbeißen von harten Speisen nicht erlaubt ist – das Kleinscheiden von z.B. Karotten oder Äpfeln macht aber eine gesunde Ernährung trotzdem noch möglich! Reparaturen werden von der gesetzlichen Krankenkasse nur in einem sehr eingeschränkten Rahmen übernommen.

Wir weisen nach der Befestigung der festen Spange gezielt in einem Gespräch und mit einem Merkblatt auf den sorgsamen Umgang mit der festen Zahnspange hin. Vor allem das Abbeißen und Durchbeißen von harten Speisen ist nicht erlaubt, da sich sonst die Brackets und Bänder ablösen und die Drahtbögen unkontrolliert verbiegen. Das Kleinschneiden von z.B. Karotten oder Äpfeln macht aber eine gesunde Ernährung trotzdem noch möglich! Reparaturen werden von der gesetzlichen Krankenkasse nur in einem sehr eingeschränkten Rahmen übernommen!

Nein, bei ausreichender Pflege und pünktlichem Erscheinen, zur Kontrolle von lockeren Bändern oder Brackets darf kein Schaden am Zahnschmelz entstehen. Dafür kleben wir extra mit einem speziellen Kleber (fuji otho LC); ein Kombinationskleber der auch Fluor unter den Klebestellen extra als Zusatzschutz abgibt.

Eigentlich erst wenn alle bleibenden Zähne voll durchgebrochen sind- nur in Sonderfällen wird, zu einem Zeitpunkt wenn auch noch Milchzähne im Mund vorhanden sind, eine teil-feste Spange von uns eingegliedert.

Retainer bedeutet nichts anderes als „Halter“. Gemeint ist damit ein innen geklebter Weißgolddraht, der an den unteren sechs Frontzähnen am Tag der Entfernung der festen Zahnspange eingeklebt werden kann. Diese Frontzähne sind es, die sich als „schwächste Zähne“ vom Verankerungswert im Kiefer wieder leicht bei schlechter Mitarbeit mit der losen Haltespange verschieben können. Der Retainer sollte bis zum Durchbruch der Weisheitszähne im Unterkiefer verbleiben. Aber dann auch wieder entfernt werden, um die dauerhafte Schienung der Zähne wieder hin zu einem natürlichen Halt über korrekte Verzahnung zu ermöglichen. Es wird auch häufig ein Retainer an den Frontzähnen im Oberkiefer angeboten. Da wir aber oft mit Osteopathen, Manualtherapeuthen und Chiropraktikern zusammenarbeiten, versuchen wir diese dauerhafte Schienung im knöchern ganz anders aufgebauten Oberkiefer, mit seinen sechs kleinen Teilknochen, wo immer möglich zu vermeiden. Wir sind der Auffassung, dass diese Suturen des Oberkiefers sich frei bewegen sollten!

Über unsere Praxis

Der Arzt bei dem die Erstberatung stattfindet ist für die Gesamtbehandlung verantwortlich. Er behält den „roten Faden“ bei der Therapie.
Bei Sonderterminen wie Reparaturen oder in den Ferien ist es möglich, dass der dann diensthabende Arzt die Behandlung durchführt.
Ein Wechsel des behandelnden Arztes in der Praxis ist in Ausnahmefällen möglich.

Zähne & Weisheitszähne

Bei einem Zahnverlust kommt es oft zu Kippungen der Nachbarzähne. Damit der Zahnarzt eine statisch gut geplante Brücke herstellen oder ein Implantat achsengerecht einsetzen kann, ist es ratsam, die in die Lücke gekippten Zähne zuerst aufzurichten. Die Pfeilerzähne der Brücke müssen weniger beschliffen werden, der Zahnnerv wird beim Beschleifen weniger gestresst und Zähne werden nach Aufrichtung günstiger belastet. Dadurch wird die Langzeitstabilität der Konstruktion besser.
Deshalb sollte vor der Behandlung beim Zahnarzt eine kieferorthopädische Aufrichtung der Pfeilerzähne abgeklärt werden.
Meist können solche Probleme mittels einer kleinen Zahnspange, die elegant, kaum sichtbar im Backenzahnbereich angebracht wird, oder auch mit einer Invisalign®-Schienenbehandlungen gelöst werden. In einem ½ Jahr ist Vieles möglich. Auch wenn die Kosten damit steigen, ein deutlich längerer Erhalt des Zahnersatzes sollte es Ihnen wert sein. In einer Beratung wird Ihnen Ihre individuelle Lösung vorgeschlagen.

Die Entscheidung zu Ziehen fällt in unserer Praxis erst, wenn die Entwicklung der Wurzeln der Weisheitszähne abgeschlossen ist. Dies geschieht selten vor dem 20. Lebensjahr. Oft wird zu früh entschieden zu ziehen, wo noch viel Wachstum im Kieferwinkel mit Durchbruch der Weisheitszähne zu erwarten ist. Wir haben über die vielen Jahre der Nachbetreuung nach Abschluss der aktiven Behandlung Bildmaterial gesammelt, die uns einen schonenderen Umgang mit diesen Zähnen gelehrt hat. Diese Chance zu wahren und mit einem Retainer, sowie den mitgegebenen Haltespangen das erreichte Ergebnis zu halten, motiviert doch viele unserer Patienten Ihre losen Haltespangen bis dahin zu tragen. Wenn sich die Weisheitszähne aber nicht ordnungsgemäß einstellen oder zu immer wiederkehrenden Entzündungen im Knochen führen wird auch von uns die Überweisung zur Entfernung beim Kieferchirurgen ausgestellt.